Die Balagne, mit ihren fruchtbaren
Höhenzügen, wird auch “
Garten
Korsikas” genannt, oder aber auch “
die Heilige”, wegen der vielen
religiösen
Bauten. Wir können sie aber auch noch “
die
Feiernde” nennen, denn hier scheint alles zum Vorwand
zu dienen, um Feste zu feiern und Festivals auszurichten.
Zunächst ist da Calvi: mit seiner großen Bucht und seinem
fünf Kilometer langen Strand; den bis in den Monat Mai
verschneiten Bergen im Hintergrund und den mächtigen
Mauern der Zitadelle, die weit ins Meer hinausragen. Man
kann sich einfach kein schöneres Panorama vorstellen.
Machen Sie einen Rundgang über die Bastionen dieser
stolzen Stadt, deren Titel
“
Civitas semper fidelis” auf eine bewegte Geschichte
hindeutet. Gehen Sie hinab in Richtung Meer und dem beliebtesten Jachthafen Korsikas.
Nur noch wenige Schritte trennen
Sie vom Strand, auf dem Sie Ihr
Badetuch ausbreiten können.
Ile Rousse ist ein weiterer Badeort an dieser Küste. Er
erhielt seinen Namen nach den roten Granitfelsen der Ile
de la Pietra im Norden der Stadt. Diese ehemalige römische
Niederlassung erlebte ihre Blütezeit
unter Pascal Paoli,
der hier einen Hafen und Wälle bauen ließ, um dem
Schiffsverkehr zwischen Genova und Calvi Konkurrenz zu
machen. Das Klima ist hier so mild, dass man die Insel “
Ile Douce” nennen könnte. Und gibt es
etwas schöneres, als im Schatten undertjähriger
Platanen über die Place Paoli zu schlendern, oder auf
dem großen, mit Dattelpalmen umgebenen Platz,
Pétanque zu spielen?
Im Hinterland bieten zahlreiche, an den Berghängen erbaute Dörfer, die
Gelegenheit zu Ausflügen in eine lichtdurchflutete Natur. Unterhalb des
Montegrosso liegt Calenzana im Schmuck seiner Olivenbäume. Von hier
startet der Fernwanderweg GR20.
Weitere
Etappen sind die drei Dörfer des Montegrosso, Lunghignano und seine Ölmühle, Cassano mit seinem sternförmigen Dorfplatz, Montemaggiore
mit seinem außergewöhnlichen Panoramablick über den Golf von Calvi.
Sant’Antonino, ein perfekt erhaltenes mittelalterliches Adlernest oder auch
Pigna, ein lebendiges Handwerkszentrum, und Corbara mit seiner prachtvollen
Barockkirche und dem Kloster, das auch heute noch der Kontemplation dient.
Auf den Höhenzügen der Balagne befindet sich die Region Ghjunsani, die
einen traumhaften Ausflug in die wilde Natur ermöglicht. Von Belgodere
aus, das gleich einem Adlernest auf seinem Felsen sitzt und über das Tal
des Reginu schaut, führt ein Wanderweg bis nach Olmi Capella. Vallica liegt über den in Terrassen angelegten Weinbergen in einem majestätischen,
von Bergen umgebenen Talkessel. Von Mausoleo und Pioggiola aus können
Sie Wanderungen durch die von genuesischen Brücken und Kapellen
belebte Landschaft unternehmen.
Weiter im Norden mündet das
Ostriconi-Tal ins Meer und endet
dabei in einem schönen weißen
Sandstrand. Diese Region ist die
ehemalige Ölmühle Korsikas. Hier
finden Sie zahlreiche Mühlen, das
schöne Dorf Lama, über dem sich
der Mont Astu erhebt, und Pietralba
in seinem Bergkessel.